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Cybermobbing ernst nehmen - Medienbildung notwendig

Clara Herrmann, jugendpolitische Sprecherin, und Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, sagen zum Krisengespräch von Senator Zöllner zum Thema Cybermobbing:

Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt. Mobbing ist Mobbing – ob online oder offline. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, Verleumdungen oder Beleidigungen sind schlicht Straftaten, die konsequent verfolgt und bekämpft werden müssen.

Cybermobbing hört nicht nach der Schule auf, es verfolgt die Jugendlichen überall hin. Das Thema ist Alltagsphänomen der Jugendlichen. Die spezifische Ausprägung von „isharegossip“ ist nur eine Form. Cybermobbing ist seit langem auch auf anderen Plattformen wie Facebook und Schüler-VZ oder in anderen Formen verbreitet, wie zum Beispiel Happy-Slapping-Videos.

Es ist eine verstärkte Medienbildung und -erziehung notwendig. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit rechtlichen und ethischen Fragen, die neue Medien aufwerfen – für alle Beteiligten: Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler. Für potentielle TäterInnen muss klar sein, dass ihre Taten nicht folgenlos bleiben. Deshalb sollten Lehrkräfte und Eltern die rechtlichen und schulischen Konsequenzen thematisieren.

Die beste Vorbeugung gegen Gewalt jeder Art ist ein von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Schulklima. Es darf nicht weggeschaut werden, wenn geschmäht und gedemütigt wird. Daher begrüßen wir Solidarisierungsaktionen einiger SchülerInnen: Sie stellen bei „isharegossip“ massenhaft Beiträge ein, die entweder neutral sind oder über Cybermobbing aufklären. Eine hohe Akzeptanz hat auch die gemeinsame Erarbeitung eines schulischen Fairnesskodex durch SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern, wie schon an einigen Berliner Schulen geschehen. Dieser Kodex kann den respektvollen Umgang miteinander wie auch den Gebrauch von Internet und neuen Medien regeln.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erwartet von Senator Zöllners Krisentreffen schnelle Maßnahmen zum Schutz der Opfer, beispielsweise durch anonyme Anlaufstellen und schulpsychologische Betreuung. Außerdem müssen Lehrkräfte im Umgang mit neuen Medien geschult und für mögliche Probleme damit sensibilisiert werden.