Unterwegs im Kiez

Besuch bei der Kiezbrauerei Flessa Bräu in Friedrichshain

Am 6. Juni besuchte ich zusammen mit meiner Kollegin Silke Gebel, Sprecherin für Umweltpolitik, die Kiezbrauerei Flessa in der Petersburger Straße in meinem Wahlkreis.

Dort erläuterte uns Brauer Christoph sein Handwerk. Der Anlass für unseren Besuch war der hohe Anteil an Sulfaten im Berliner Trinkwasser und dessen Auswirkung auf die kleine Kiezbrauerei.

Flessa-Bier wird mit Berliner Trinkwasser gebraut. Die Grenzwerte für Sulfate in der Spree und im Berliner Müggelsee sind seit längerer Zeit sehr hoch, was durch den aktiven Tagebau des Kohlekonzerns Vattenfalls verursacht wird.

Wenn dort Tagebaue stillgelegt werden und der Grundwasserspiegel nach dem Ende des Abpumpens wieder steigt, wird Sulfat in Bäche und Flüsse gespült. Es ist nicht giftig, kann aber in hohen Konzentrationen den Geschmack

beeinträchtigen und zu Durchfall führen. Für die kleine Brauerei hat dies gravierende Folgen. Der hohe Sulfat-Wert im Wasser führt zu einem salzigen Geschmack in Bier, weshalb die Rezeptur an den Sulfat-Gehalt des Trinkwassers angepasst werden musste.

Schon im März 2014 stellte die Fraktion der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus einen Antrag zum Thema Sulfatbelastung in der Spree. Dieser wurde Ende des Jahres 2015 noch einmal geändert und aktualisiert.

Der Senat hat bisher nichts gegen die erhöhten Sulfat-Werte unternommen. Wir fordern sauberes Trinkwasser für Berlin.
Den Änderungsantrag unserer Fraktion „Für eine klare Spree – Berlin darf die Augen vor den Braunkohlefolgekosten nicht verschließen“ finden Sie hier.

Nebenbei konnten wir uns bei einer kleinen Verkostung persönlich davon überzeugen, dass Flessa-Bier einfach lecker ist. Weitere Informationen zur Brauerei Flesse finden Sie hier.

Es war ein spannender Besuch im Kiez - Wir bedanken uns bei der Brauerei für den interessanten Austausch.