Pressemitteilung

Gefährliche Vernetzung von Hooligans mit rechter Szene

Gefährliche Vernetzung von Hooligans mit rechter Szene

Clara Herrmann, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, sagt zur unveröffentlichten Antwort des Senats auf eine Grünen-Anfrage zu Gewaltbereitschaft und Rechtsextremismus in der Berliner Sport-Fanszene (s. Anhang):

Neben der nach wie vor hohen Gewaltbereitschaft in der Berliner Sport-Fanszene gibt es zunehmend eine gefährliche Vernetzung mit rechtsextremen und rechtspopulistischen Gruppierungen. Die Zahl der gewaltsuchenden Fans (Kategorie C) ist auf 252 Personen gestiegen. Deutlich wird, dass dieses Problem nicht nur Fußballvereine sondern auch andere Sportarten betrifft.

Besonders besorgniserregend ist der Trend, dass gewaltbereite Hooligans vermehrt in der rechten Szene aktiv werden und sich an Angriffen und der Hetze gegen Geflüchtete beteiligen. Mit dem „Bündnis deutscher Hools“ (B.D.H.) hatte Berlin bis September 2013 einen Ableger der sogenannten HoGeSa-Gruppierung, deren Mitglieder als mutmaßliche Initiatoren des Brandanschlags auf die Flüchtlingsunterkunft am Blumberger Damm gelten.

Zwischen den Mitgliedern von HoGeSa-Berlin bestehen zudem personelle Überschneidungen und Verbindungen zu Bärgida, der rechtsextremen Partei „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ und der rechtsextremistischen Musikszene. Lange ist Bärgida als
Spaziergang verharmlost worden, doch es handelt sich auch um gewaltbereite Rechtsextreme.

Gewalt und rechte Umtriebe dürfen im Sport keinen Platz finden. Die Vereine und die Fanszene müssen weiter in ihrer Arbeit gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Diskriminierung gestärkt werden, damit der Sport mit einem weltoffenen, vielfältigen und toleranten Gesicht auftritt.