Film mit anschließender Diskussion - 2. November ab 18:45 Uhr

EINLADUNG zur Veranstaltung am 2. November: "Wir sind jung. Wir sind stark." - Rassistischer Mob in Deutschland: Rostock-Lichtenhagen und heute?

Immer mehr Menschen müssen aus den Krisenregionen dieser Welt fliehen. Daher steigt auch die Zahl derjenigen, die in Deutschland Zuflucht suchen. Die große Hilfsbereitschaft der vielen Ehrenamtlichen ist beeindruckend. Gleichzeitig wird aber fast täglich von Angriffen auf geplante Flüchtlingsunterkünfte berichtet. Von 2013 auf 2014 haben sich die Anschläge verdreifacht und in 2015 gab es zur Jahreshälfte schon so viele Anschläge wie im gesamten Vorjahr. Tröglitz, Nauen, Wertheim und auch Berlin - die rassistischen Übergriffe ziehen sich über das gesamte Bundesgebiet.

 Der Film "Wir sind jung. Wir sind stark." erzählt am Beispiel einer Gruppe Jugendlicher von den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen Ende August 1992. Die Anschläge auf die zentrale Aufnahmeeinrichtung und das Wohnheim für vietnamesische Vertragsarbeiter im sog. Sonnenblumenhaus,  waren die massivsten rassistisch motivierten Übergriffe der deutschen Nachkriegsgeschichte.

 Kündigen sich jetzt ähnliche Zustände an? Wie weit sind wir von einer solchen Eskalation entfernt? Erste Anschläge auf bewohnte Unterkünfte hat es in jüngster Zeit bereits gegeben. Welche Unterschiede und Parallelen können wir gerade für Berlin feststellen? Und welchen Beitrag können wir als Gesellschaft leisten, damit rechtspopulistische und rassistische Ansichten nicht weiter salonfähig werden?

 Darüber möchten wir diskutieren mit:

  • Claudia Roth MdB, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
  • Dr. Wolfgang Richter, damaliger Ausländerbeauftragter von Rostock, der während der Ausschreitungen im Sonnenblumenhaus war
  • Sebastian Wehrhahn, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)

Moderation:

  • Clara Herrmann MdA, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

 

Wo?/Wann?

Kino Moviemento, Saal 1

Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin

Film: 19 Uhr (Einlass kurz vorher)

anschließend Diskussion

Ende ca. 22:30 Uhr

Eintritt frei!

 

Hinweis: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.