Pressemitteilung

1. Mai - Berlin Nazifrei: Gesicht zeigen gegen Rechtsextremismus

Clara Herrmann, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, sagt zu den bevorstehenden Nazi-Kundgebungen am 1. Mai 2015 in Berlin:

Die NPD mobilisiert auch in diesem Jahr am 1. Mai für zwei Kundgebungen in Hohenschönhausen und in Marzahn, um am Tag der Arbeit ihre menschenfeindliche Ideologie zu verbreiten und gegen geflüchtete Menschen zu hetzen. Die NPD versucht damit an ihre Hetzkampagne gegen geflüchtete Menschen der letzten Monate anzuknüpfen. Das findet in Berlin weder Verständnis noch Toleranz.

Wir rufen alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich an den Gegenprotesten zu beteiligen und am 1. Mai für ein weltoffenes, tolerantes und solidarisches Berlin friedlich einzustehen. Demokratie und Menschenwürde sind nicht verhandelbar. Rechtsextreme Stimmungsmache und Hetze gegen geflüchtete Menschen sind inakzeptabel - Berlin ist und bleibt vielfältig und weltoffen.

Wir fordern zudem Innensenator Henkel auf, die Gegenproteste in Hör- und Sichtweite zuzulassen. Das ist nicht nur höchstrichterlich entschiedenes Recht, sondern auch wichtig, um zu zeigen, dass Berlin sich gegen rechtsextreme Stimmungsmache stellt. Rassistisches Gedankengut und rechtsextreme Ideologie haben hier keinen Platz.


Gegenproteste:
Das “Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz” ruft ab 11:30 Uhr (Treffpunkt:Falkenberger Chaussee/Rüdickenstraße) zu Protesten gegen die Neonazis unter dem Motto “Willkommen in Lichtenberg, Solidarität mit den Flüchtlingen” auf.  Auch im Marzahn wird es ab 13:30 Uhr Gegenproteste geben.