Einladung zur Veranstaltung am 29. April - 18-20 Uhr

Fachgespräch: "Die neue alte Rechte"

Die Parteienlandschaft in Deutschland wurde in den letzten Jahren um einige Parteien erweitert, die rechtsextreme und rechtspopulistische Positionen vertreten. Sie bieten vermeintlich einfache Lösungen auf Kosten von Minderheiten und befördern eine stigmatisierende Debatte über Islam, Einwanderung und Geflüchtete. Sie bedienen  sich gesellschaftlicher Vorurteile und Ressentiments, versuchen vermeintliche   Gruppen gegeneinander zu instrumentalisieren oder inszenieren diese als Bedrohungspotential. Damit fassen sie auch in sogenannten bürgerlichen Kreisen Fuß. Sie liefern mit ihren populistischen Äußerungen aber auch den Nährboden für islamfeindliche Gruppen wie PEGIDA, die seit Anfang des Jahres einen Ableger in Berlin haben.

Die AfD (Alternative für Deutschland) reiht sich in diese Argumentationsmuster ein. Bei der Bundestagswahl 2013 ist sie an der 5%-Hürde gescheitert, ist mittlerweile aber im Europaparlament, verschiedenen Landesparlamenten sowie Stadt- und Gemeinderäten vertreten. Der Berliner Landesverband der AfD ist bisher nicht besonders in Erscheinung getreten. Um so wichtiger ist ein genauerer Blick auf ihre Struktur, Aktivitäten, Inhalte und Ziele. Nur so können Strategien entwickelt werden, um ihnen im politischen Diskurs entgegen zu treten und ihre abwertenden, ausgrenzenden Einstellungen offenzulegen.

Daher wollen wir gemeinsam mit unseren Gästen einen systematischen Blick auf Inhalte und Botschaften der AfD und PEGIDA-Bewegung werfen und in diesem Licht insbesondere die Berliner AfD betrachten. Außerdem wollen wir konkrete Strategien und Handlungsempfehlungen im Umgang mit AfD und PEGIDA diskutieren.

Wann: 29. April, 18:00-20:00 Uhr

Wo: Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstr.5, 10111 Berlin - Raum 107

Gäste:

  • Johannes Kiess, Universität Leipzig ("Mitte"-Studien)
  • Gesine Agena, Mitglied im Bundesvorstand sowie der Rechtsextremismuskommission von Bündnis 90/Die Grünen
  • Ulli Jentsch, antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. (apabiz)
  • Bianca Klose, mobile beratung gegen rechtsextremismus berlin (mbr)

 

Moderation:
Clara Herrmann (MdA), Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

Für die bessere Planbarkeit wird um vorherige Anmeldung gebeten. Bitte beachten Sie, dass für den Einlass ins Abgeordnetenhaus ein Personaldokument notwendig ist.

Hier können Sie sich anmelden.

Hinweis: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.