Beteiligung an Frühjahrsputz-Aktion

Stolpersteine - Putzen gegen das Vergessen

Für Freitag, den 20. März, wurde mit einer Frühjahrsputz-Aktion dazu aufgerufen, Stolpersteine zu putzen, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordert wurden.

So habe auch ich mich auf den Weg gemacht, um die Stolpersteine in der Rosa-Luxemburg-Straße 18 in Berlin zu putzen und an die sieben jüdischen Bürger*innen zu erinnern.

Seit 2008 liegen hier sieben Stolpersteine, die an jüdische Bürgerinnen und Bürger erinnern, die in der damaligen Kaiser-Wilhelm-Str. 24 wohnten bis sie deportiert (1941 und 1942) und ermordert wurden. Die Biografien der sieben Jüdinnen und Juden können Sie hier nachlesen. Die Verlegung der Steine im Sommer 2008 schloss sich an Aktionen von Bürger*innen gegen das im Feburar 2008 eröffnete Kleidergeschäft für rechte Kleidung in der Rosa-Luxemburg-Straße an. Die Stolpersteine wurden als Zeichen des Widerstands gegen das Geschäft für rechte Kleidung verlegt. Das Geschäft musste im November 2010 schließen.

In ganz Berlin wurden seit 1996 schon über 6.000 Stolpersteine verlegt. Seit 2005 gibt es die Koordinierungsstelle Stolpersteine in Berlin, die mithilfe von bezirklichen Initiativen, lokalen Gruppen und engagiertem Helfer*innen die Verlegungen der Stolpersteine in Berlin koordiniert. Weitere Informationen zu Stolpersteinen finden Sie auf der Homepage der Koordinierungsstelle.