rbb-online: "Innensenator prüft Verbot von Hooligan-Demonstrationen"

Der rbb berichtet über mögliche Demonstrationen der Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" und bezieht sich auf meine schriftliche Anfrage "Zusammenarbeit von Hooligans und Neonazis in Berlin" vom 28.07.2014:

"#hogesa kündigen sich in Berlin an - Innensenator prüft Verbot von Hooligan-Demonstrationen

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Köln will die Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" (#hogesa) auch in Berlin auflaufen. Innensenator Frank Henkel (CDU) will nun ein Verbot solcher Versammlungen prüfen, nachdem sich für den 15. November rund 1.000 Teilnehmer für eine Demo am Brandenburger Tor angekündigt haben. (...)

In Berlin sind laut Senat 1.554 gewaltorientierte Hooligans registriert; 1.311 von ihnen zählen zur Kategorie "gewaltbereit", 243 zur Kategorie "gewaltsuchend". Unter ihnen sind zudem 86 "der rechten Szene zugehörig", also Rechtsextremisten oder Neonazis. Das teilte die Senatsinnenverwaltung bereits im Sommer in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen mit.

Laut Experten steigt sowohl die Zahl der Hooligans, als auch die der Rechtsextremisten in den Reihen der Schläger. "Darüber hinaus waren meine Erkenntnisse im Sommer, dass es seit 2013 ein bundesweites rechtsextremes und gewaltbereits Hooligan-Netzwerk gibt", erklärt die Rechtsextremismusexpertin der Grünen, Clara Herrmann. Darin werde sich regelmäßig ausgetauscht, "und genau so eine Strategie, wie sie jetzt in Köln gelaufen ist, diskutiert." Ein Treffen dazu habe es auch in Berlin gegeben, so Herrmann.

Berlins Verfassungsschutz-Chef Bernd Palenda hatte Mitte Oktober auf die Tendenz hingewiesen, dass sich Rechtsextreme mit Hooligans verbündeten, um extremistische Salafisten zu bekämpfen. In Medien wurde bereits im November 2013 über ein entsprechendes Netzwerk berichtet, das sich auch in Berlin getroffen hatte. Die Kölner Organisatoren der Demonstration nennen sich HoGeSa - Hooligans gegen Salafisten. (...)"

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